D&O-Versicherung fĂŒr den Aufsichtsrat

"Eine erhebliche Verbesserung der Rechtsposition sowohl der Vorstands- als auch der Aufsichtsratsmitglieder wĂ€re erreicht, wenn es getrennte Policen fĂŒr die Mitglieder des Vorstands einerseits und des Aufsichtsrats andererseits gĂ€be."
Kersten von Schenck in Semler/v. Schenck,
Der Aufsichtsrat, MĂŒnchen 2015 zur D&O Versicherung

Die D&O-Versicherung hat in der heutigen Form ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten von Amerika. Infolge der Zunahme von HaftungsfĂ€llen und dem medienwirksamen ARAG-Urteil aus dem Jahre 1997 etablierten im Wesentlichen angloamerikanische Versicherer die D&O-Versicherung in Deutschland. Hierbei wurden jedoch Deckungskonzepte eingefĂŒhrt, die auf das amerikanische One-Tier Board System zugeschnitten sind. In diesem findet – anders als im deutschen Two-Tier Board System – keine Trennung von Aufsichtsrat- und Managerhaftung statt. Vielmehr hat das eine Board sicherzustellen, dass im Interesse der Anteilseigner gehandelt wird. Eine D&O-Versicherung ist daher im amerikanischen One-Tier Board System zweckmĂ€ĂŸig. Die unreflektierte Übernahme amerikanischer D&O-Konzepte, kann jedoch fĂŒr den Aufsichtsrat bzw. Beirat oder Verwaltungsrat im deutschen Rechtsraum mit einer klaren Aufgabentrennung fatale Folgen haben. Die gilt in der Praxis fĂŒr den Aufsichtsrat der AG bis hin zum Beirat in einem kommunalen Unternehmen,

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  • Strategische Weiterentwicklung,
  • Sicherstellung der operativen Umsetzung,
  • Einhaltung von Compliance-Standards,
  • Weitere Pflichten des Vorstands
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  • Überwachung des Vorstands,
  • PrĂŒfung des Jahresabschlusses,
  •  Einhaltung von Compliance-Standards,
  • Weitere Pflichten des Aufsichtsrats
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  • Interessenkonflikt im Streitfall zwischen Aufsichtsrat und Vorstand durch eine D&O-Versicherung,
  • eine Deckungssumme bei einem Versicherer,
  • Zunahme an Fällen, in denen der Vorstand (z.T. bewusst) die Deckungssumme der D&O vollständig aufbraucht,
  • Aufsichtsrat verfügt über keinen Schutz aus der D&O, ist jedoch per Aufgabe veranlasst die Interessen der Gesellschaft wahrzunehmen. Tut er dies nicht sorgsam, so ist er mit seinem gesamten Vermögen in der Haftung

Ein Auszug an hieraus resultierenden Risiken stellen wir Ihnen im Folgenden vor; beachten Sie bitte, dass die Aufstellung auf Verwaltungs- bzw. Beiräte übertragbar ist, eine Nennung der Übersichtlichkeit halber jedoch nicht immer aufgeführt wurde. Anschließend stellen wir Ihnen unsere innovative und wirtschaftlich Lösung vor, die MRH Trowe Supervisory Board Protect .

MRH Trowe Supervisory Board Protect



Die Deckungssumme ist durch VorstÀnde verbraucht/reserviert:

In Fällen, in denen Vorstände und Aufsichtsräte wegen desselben Sachverhalts haften, erfolgt in der Regel zunächst die Inanspruchnahme der Vorstände durch die Gesellschaft (vertreten durch den Aufsichtsrat).

(weiterlesen) </p> <p style="text-align: justify;">Dabei besteht fĂŒr die AufsichtsrĂ€te das Risiko, dass die Deckungssumme der D&O-Unternehmenspolice bereits im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme der Vorstände verbraucht ist. Zum einen durch die oftmals erheblichen Abwehrkosten, die der Versicherer der D&O-Unternehmenspolice zur Verteidigung der Vorstände aufbringen muss, zum anderen durch die Gewährung von Deckungsschutz fĂŒr die Freistellung.</p> <p style="text-align: justify;">Das Aufsichtsratsmitglied kann sich nicht sicher sein, dass der Versicherer zu seinen Gunsten Abwehrkosten freigibt, bevor nicht der zuerst in Anspruch genommene Vorstand vollständig freigestellt wurde. Sofern in der Folge keine Deckungssumme mehr zur Verfügung steht, sind die Aufsichtsräte bei einem späteren Regress (durch die Vorstände) oder in einem weiteren Versicherungsfall in derselben Versicherungsperiode ohne Schutz. Das ist umso misslicher, als die Abwehrkosten bei komplexen Organstreitigkeiten mit zahlreichen Beteiligten und gegebenenfalls strafrechtlichem Einschlag, Beträge in Millionenhöhe erreichen können 



PrĂ€ventive StreitverkĂŒndung von VorstĂ€nden bzw. GeschĂ€ftsfĂŒhrern:

Zunehmend werden Fälle bekannt, in denen Vorstände bzw. Geschäftsführer, die ihrerseits von der Gesellschaft verklagt werden, den Mitgliedern der Aufsichtsrats den Streit verkünden, um so einen potenziellen Regressanspruch zu sichern.

(weiterlesen) </p> <p style="text-align: justify;">Durch die funktionale Trennung von Vorstand und Aufsichtsrat besteht die Gefahr erheblicher Interessenskollisionen, die auf die D&O-Unternehmenspolice durchschlagen. Der Beitritt des streitverkĂŒndeten Aufsichtsratsmitglieds auf Seiten der klagenden Gesellschaft ist in der herkömmlichen D&O-Unternehmenspolice nicht vom Versicherungsschutz umfasst.</p> <p style="text-align: justify;">Die Aufsichtsräte haften der Gesellschaft auf Schadensersatz, wenn sie die Vorstände nicht ausreichend überwachen. Hat das Aufsichtsratsmitglied tatsächlich seine Aufsichtspflichten verletzt, haftet es neben den Vorständen als Gesamtschuldner für den entstandenen Schaden – u.a. mit seinem Privatvermögen.</p> <p style="text-align: justify;">In einem Haftungsprozess bleibt dem in Anspruch genommenen Vorstand häufig nichts anderes übrig, als den Aufsichtsratsmitgliedern den Streit zu verkünden, um einen potenziellen Innenausgleichsanspruch abzusichern. Selbst wenn die Verletzung einer Aufsichtsratspflicht und damit ein Regressanspruch nicht auf der Hand liegt, können Vorstände die Streitverkündung als prozesstaktisches Mittel einsetzen und tun dies vermehrt durch gute Rechtsberatung</p> <p style="text-align: justify;"> 



Sogenannte "Beißhemmung" des Aufsichtsrats:

Aus Sicht der Gesellschaft besteht das Risiko einer „Beißhemmung“ auf Seiten der Aufsichtsräte. Diese könnten aus Angst vor Regressansprüchen bei fehlendem D&O-Versicherungsschutz geneigt sein, die pflichtvergessenen Vorstände trotz gĂŒltiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (siehe hierzu ARAG/Garmenbeck) erst gar nicht in Anspruch 

(weiterlesen) </p> <p style="text-align: justify;"><span>zu nehmen oder zumindest auf einen – für die Gesellschaft – ungünstigen Vergleich hinzuwirken, um ihr eigenes Haftungsrisiko versuchen zu reduzieren.</span> <span>FĂŒr die hieraus entstehenden Pflichtverletzungen sind Sie jedoch haftbar und können von der Gesellschaft entsprechend belangt werden. Im Zweifel inkl. RĂŒckgriff auf Ihr Privatvermögen</span>



Interessenskonflikt des Versicherers:

Ein bedeutender Nachteil der Versicherung des Vorstands und Aufsichtsrats unter einer D&O-Police ist der Punkt, dass z.B. im Fall 

(weiterlesen) </p> <p style="text-align: justify;"><span>der StreitverkĂŒndung ein Versicherer die Interessen zwei kontrĂ€rer Interessenlagen vertreten soll, nĂ€mlich die des Vorstands und des Aufsichtsrats. Im Extremfall gilt es fĂŒr den Versicherer seiner objektiven Rolle nachzukommen, bei erheblichen finanziellen Nachteilen fĂŒr ihn selbst. Mit unserem Konzept wollen wir vermeiden, dass Ihre Interessen (z.B. Informationen zu Ihrer Verhandlungsstrategie) und die der Gesellschaft von der Einhaltung irgendwelcher „Chinese-Walls“ bei in i.d.R. sehr kleinen, weil hochspezialisierten, Abteilungen der Versicherer abhĂ€ngen. Zudem stellen wir so sicher, dass neben unserem Expertenteam (Wir und unser MRH Trowe Anwaltsnetzwerk) auch der Versicherer uneingeschrĂ€nkt im eigenen Interesse auf Ihrer Seite fĂŒr Sie kĂ€mpft</span></p> <p style="text-align: justify;">



Viele weitere Bausteine, die echten Schutz bedeuten:

DarĂŒber hinaus haben wir viele Bausteine als Top-10 Industriemakler herausverhandeln können, die aus unserer Expertise einen echten Mehrwert fĂŒr Sie darstellen. Zwei Beispiele:

(weiterlesen) </p> <p>1) Unser Konzept gewährt Versicherungsschutz für   Aufsichtsratsmitglieder auch dann, wenn die bestehende Unternehmens-D&O-Police wegen arglistiger TĂ€uschung angefochten wird. In der Praxis sind AufsichtsrĂ€te in den Abschluss (Obliegenheit: "WahrheitsgemĂ€ĂŸe Angaben im Risikoerfassungsbogen" und Verhandlung der Unternehmens-D&O nicht oder nur kaum eingebunden.</p> <p>2) Unser Konzept sichert Sie auch ab, wenn ein besonderer Vertreter aus dem gleichen oder einem Ă€hnlichen Lebenssachverhalt heraus Mitglieder des Aufsichtsrats und des geschĂ€ftsfĂŒhrenden Organs in Anspruch nimmt.</p> <p style="text-align: justify;">

Webinar Mayer Brown

Tipp: parallel zur Sounddatei die Folien verfolgen:

Vortragsfolien

Gemeinsam mit der renommierten Top Wirtschaftskanzlei Mayer Brown in Person von Dr. Ulrike Binder und Dr. Jan Kraayvanger und Michael Unglaub (AIG) sowie Boris Prochazka (MRH Trowe) wurden im Webinar folgende Punkte vertieft:

  • Gestiegene Bedeutung der Aufsichtsratshaftung,
  • Mögliche Interessenskonflikte bei der AufklĂ€rung, PrĂŒfung und Durchsetzung von HaftungsansprĂŒchen gegen VorstĂ€nde,
  • SpannungsverhĂ€ltnis zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Organhaftungsprozess, insbesondere bei StreitverkĂŒndungen von in Anspruch genommenen VorstĂ€nden gegen einzelne Aufsichtsratsmitglieder sowie
  • ein separater D&O-Schutzschirm fĂŒr AufsichtsrĂ€te bei einem unabhĂ€ngigen D&O-Versicherer wirkt und weshalb dieser in der Praxis neuerdings aus Corporate Governance-GrĂŒnden gefordert wird.

 

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Fachartikel zur Aufsichtsrathaftung

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Circle

Pflichten von AufsichtsrÀten

Welche Pflichten hat ein Aufsichtsrat? Welche Haftung kann hieraus resultieren? Diesen Fragen sind wir nachgegangen und haben hier aus Sicht eines Aufsichtsrats (persönliche Perspektive) auch Optionen zur Absicherung via den verschiedenen D&O-Optionen aufgezeigt.

Pflichten von AufsichtsrÀten
Rhombus

Haftung bei Unternehmen der öffentlichen Hand

Aufsichtsrat bzw. Beirat im einen Unternehmen der öffentlichen Hand wird hĂ€ufig aus PrestigegrĂŒnden wahrgenommen. Das im Haftungsfall das Aktienrecht Anwendung finden kann ist vielen jedoch nicht bewusst. Dr. Haberstroh - renommierter Gesellschaftsrechtler der Wirtschaftskanzlei Menold Bezler - klĂ€rt Sie hierzu auf.

AufsichtsrÀte öffentliche Hand


 
Haftung Siegel

Über MRH Trowe: Wir sind mit über 400 Versicherungsexperten an 13 Standorten einer der führenden Versicherungsmakler mit dem Schwerpunkt Firmen in Deutschland. Unsere über 10.000 Mandanten betreuen wir seit 1950 sowohl im Inland als auch Ausland nach unserer Maxime persönlich – unabhängig – kompetent. Wir verstehen uns als der innovative Industrieversicherungsmakler und wollen unseren Mandanten mit dieser Website die Möglichkeit geben sich zu D&O-Versicherung umfassend zu informieren. Den wirkungsvoller Schutz beginnt mit der Kenntnis. Das Streben nach (innovativen) Mehrwerten zeichnet uns aus und – so unser klares Bestreben – stellt für unsere Mandanten echte Mehrwerte dar. Unser 360°-Betreuungsansatz ausgehend von der Betreuung in Risiko Management-/Versicherungsthemen bis hin zur Kredit- & Finanzierungsberatung über führende Benefits & Pensionsprogramme zur Mitarbeiterbindung hilft unseren Mandanten sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Sie wollen mehr zu uns erfahren, klicken Sie hier, besuchen einer unserer 13 Standorte oder testen Sie uns mit einem Gegenangebot zu Ihrer bestehenden D&O-Versicherung.

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