D&O-Versicherung erklärt:

Wer entscheidet, trägt die Verantwortung und haftet für Fehlentscheidungen. In Kapitalgesellschaften z.B. haften GmbH-Geschäftsführer, AG-Vorstands-, oder Aufsichtsratsmitglieder („Manager“) gesetzlich oftmals schon für einfache Fahrlässigkeit. Existenzbedrohende Haftungsszenarien drohen in der Gründungsphase (Unterbilanzhaftung), der täglichen operativen Arbeit (Fehlkalkulationen, Auswahl- und Organisationsverschulden, ungünstige Vertragsschlüsse) bis nach dem Ausscheiden (Nachhaftung für vergangene Fehlentscheidungen). Besonders brisant wird es in Krisen (Insolvenzverschleppung, Gläubigerbenachteiligung), in der zusätzlich der Insolvenzverwalter Ansprüche erheben kann und muss. Die unbeschränkte Haftung der Manager mit ihrem Privatvermögen kann schlimmstenfalls zu einer Privatinsolvenz führen. Ein existenzsichernde und effektive D&O-Versicherung ist daher unerlässlich, denn Unternehmen können verpflichtet sein, vom Manager einen Ausgleich für die von ihm verursachten Vermögensschäden zu verlangen (ARAG-Garmenbeck-Urteil des BGH).

Ist eine D&O-Versicherung unerlässlich? Führt man sich vor Augen, dass Verantwortungsträger…

  • mit ihrem Privatvermögen unbegrenzt haften
    eine „falsche“ unternehmerische Handlung kann Ihre finanzielle Existenzgrundlage zerstören
  • gesamtschuldnerisch haften
    Sie haften nicht nur für Ihr eigenes Verschulden, sondern auch für Pflichtverletzungen anderer Organmitglieder
  • im Innen- und Außenverhältnis haften
    sowohl Gesellschafter/Aktionäre als auch Dritte (z.B. Lieferanten, Wettbewerber) können Sie in Anspruch nehmen. Die ca. 22.000 anhängigen Streitigkeiten bzgl. Pflichtverletzung eines Entscheiders verteilen sich jedoch vorwiegend auf die Innenhaftung (ca.80%), die anderen 20% entfallen auf Außenhaftungsfälle
  • Beweislastumkehr
      Bei Streitigkeiten im Innenverhältnis muss der Beklagte Vorstand, Manager, Geschäftsführer nachweisen, dass er oder sie keine Pflichtverletzung begangen hat und mit entsprechender Sorgfaltspflicht die Entscheidung getroffen hat. Bei erheblichen Pflichtverletzungen wird zudem i.d.R. eine sofortige Freistellung veranlasst, was dem Angeklagten den Zugang zu entlastenden Dokumenten erschwert
  • Einfache Fahrlässigkeit
      Nicht allen ist bewusst, dass Sie im Falle einer Verfolgung bereits für “einfache Fahrlässigkeit” zur Verantwortung gezogen werden können. Es reicht im Zweifel also einmal in der Hektik nicht richtig hingesehen zu haben
  • Compliance, Cyber, Datenschutz (EU-DSGVO ab 25.5.2018) etc.
      Der Rechtsrahmen und die aktuelle Rechtsprechung in Deutschland legt den Entscheidern immer neue Anforderungen und Pflichten auf. Hinzukommt, dass neben z.B. steigenden Compliance-Vorschriften auch die Risikosituation sich deutlich verschärft (siehe z.B. Cyber-Risiken, politische Risiken) für deren optimales Risikomanagement in letzter Instanz der Geschäftsleiter verantwortlich und haftbar ist. Exemplarisch verschärft das EU-DSGVO Sanktionen für Datenschutzverletzungen mit bis zu 20 Mio. EUR oder 4% des weltweiten Jahresnettoumsatzes (wesentlichen Informationen zum EU-DSGVO
  • und Aufsichtsorgane verpflichtet sind die Interessen der Gesellschafter zu verfolgen
     hier ist die Rechtsprechung eindeutig und verlangt z.B. von Aufsichtsorganen Ansprüche gegen Manager, Vorstände etc. mit maximaler Härte zu verfolgen, da sie ansonsten selber für den “nicht eingeklagten Schaden” z.B. mit ihrem Privatvermögen haften (sogenannte “Innenverhältnisklagen”, also Klagen durch Aufsichtsorgane und Gesellschafter sind der häufigste Auslöser für Haftungsfälle)

Aus  der Auflistung folgt, warum die D&O Versicherung sich zur Standardversicherung in den letzten 25-Jahren entwickelt hat. Wir empfehlen daher jedem eine Absicherung genau zu prüfen. Denn, sie übernimmt nicht nur bis zur Höhe der Versicherungssumme (hinsichtlich der optimalen Versicherungssumme beraten wir gerne) die Abwehrkosten (Anwalt, Gerichtskosten etc.) unberechtigter Ansprüche, sondern auch Kosten für die Befriedigung berechtigter Ansprüche inkl. der Abwehrkosten (Anwälte, Gerichtskosten etc.) und verhindert so den Zugriff auf das Privatvermögen des Entscheiders bzw. der versicherten Person.


Welche D&O-Versicherung schützt Sie?

Wofür brauchen Verantwortungsträger eine D&O-Versicherung (z.B. Persönliche D&O-Versicherung)? Werden Sie (weiterlesen) im Rahmen Ihrer Tätigkeit für eine vermeintliche Pflichtverletzung belangt, so hilft Ihnen eine gute konzipierte D&O-Versicherung die hohen Anwalts- und Gerichtskosten zur <em><strong>Abwehr eines unbegründeten Anspruchs</strong></em> zu tragen („passive Rechtschutz-Funktion“) – insbesondere da sich diese Kosten an den i.d.R. erheblichen Streitwerten orientieren. Sie sind also nicht gezwungen aus ökonomischen Gründen auf Ihren „Wunsch-Verteidiger“ zu verzichten. Darüber hinaus übernimmt der D&O-Versicherer, bei ausreichender Versicherungssumme und vereinbartem Leistungsumfang <em><strong>den Schadensausgleich</strong></em> im Falle berechtigter Haftungsansprüche an Ihrer Person. Mittels einer persönlichen D&O-Versicherung können Sie die wichtigen Punkte (z.B. ausreichende Deckungssumme, umfangreicher Leistungsumfang, Wahl des Versicherers, Rückwärtsversicherung & Nachmeldefristen) in Ihre eigenen Hände nehmen und sind nicht mehr von der Unternehmens-D&O-Versicherung abhängig. Wir sehen daher eine verstärkte Dualität – Unternehmens-D&O und Persönliche D&O-Versicherung.

Wofür brauchen Unternehmen D&O-Versicherungskonzepte: Schadenersatzansprüche sowie Prozesskosten (weiterlesen) gehen schnell in sieben- oder achtstellige Höhen, die häufig die finanziellen Mittel der in Anspruch genommenen Organe übersteigen. Als Folge gehen diese Forderung auf die haftendenden Unternehmen über. Hier fungiert die D&O Versicherung als “Bilanzschutz” und verhindert, dass das bei sieben- bzw. achtstelligen D&O-Schäden das Unternehmen in Schieflage gerät. Neben finanziellen katastrophalen Folgen kann aus langwierigen, medienwirksamen Gerichtsprozessen ein erheblicher Imageschaden für das Unternehmen erwachsen. Gut konzipierte D&O-Versicherungskonzepte übernehmen Kosten für Schieds- oder Schlichtungsverfahren und ermöglich so eine „diskrete“ Handhabung außerhalb dem Fokus der Öffentlichkeit. Zu guter Letzt ermöglicht ein entsprechender Schutz den Verantwortungsträgern – im Sinne der Gesellschafter – unternehmerische Entscheidungen zu treffen und zu unternehmerisch zu handeln – ohne bei jeder Entscheidung die eigenen Risiken abwägen zu müssen.  

Fazit: Die D&O-Versicherung ist relevant für das Unternehmen (von der Aktiengesellschaft bis zur Mini-GmbH) sowie für den Geschäftsführer bis zum Prokuristen, sodass ein hochwertig konzipiertes D&O-Versicherungskonzept integraler Bestandteil eines Risiko Managements sein sollte. Unabhängig von Ihrer Entscheidung pro oder contra MRH Trowe empfehlen wir dringend den “D&O Partner” mit Bedacht auszuwählen, um den hohen Kompetenzanforderungen ausreichend Rechnung zu tragen und im Schadenfall nicht ohne Versicherungsschutz und kompetente Beratung dazustehen. 

Unsere D&O-Experten publizieren laufend in renommierten Fachzeitschriften. Diese Inhalte, aber auch die Rubrik “Wichtige Informationen zur Organhaftung (D&O-Versicherung), Risk Management und Compliance” lassen wir unseren Mandanten regelmäßig zukommen. Gerne können Sie sich für die exklusiven Informationen anmelden (“Zur Anmeldung”)

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Weitere D&O Versicherungskonzepte

Fragen zur D&O Versicherung

  • Wir haben für Sie unten ausgewählte Fragen zur D&O-Versicherung zusammengestellt. Haben Sie noch Fragen z.B. zu Ihrer Managerhaftung? Schreiben Sie uns!

  • Fragen, die eine ausführliche Antwort bedürfen, haben wir im Abschnitt “Know-how” in Form von Artikeln abgehandelt. Gerne arbeiten wir hier auch Ihre Frage im Detail aus.


Ihre Frage ist unbeantwortet?

Schreiben Sie und an kontakt@directors-and-officers-versicherung.com oder rufen Sie uns unter 069-6605889-70 an. Nebenbei, im Rahmen des “D&O-Versicherung #neugedacht”-Prozesses können Sie jederzeit Fragen an einen unserer unten aufgeführten D&O-Experten stellen. Getreu dem Motto “persönlich – unabhängig – kompetent”. Hierfür finden Sie am Ende des Prozesses ein Fragenfeld.